Von 3.4. bis 4.4.2017 hatte ich die Ehre auf persönliche Einladung von Mr. Schmeisser himself – Thomas Hoff – die Schmiede der Schmeisser AR15 und vielen weiteren Produkten zu besuchen.

Im Zuge dieses Besuches, wurde mir auch die Zertifizierung zum Schmeisser Armourer zu teil. Was bot sich da besser an, als meine neuen AR15 gleich selbst zusammen bauen zu dürfen……

Vom Flughafen Schwechat aus ging es mit meinem Freund Jürgen Hatzenbichler von Spartanat.com – DEM Onlineblog für Military Gear, Ausrüster, Hersteller und Sportschützen – Richtung Düsseldorf, wo wir bereits von Thomas Hoff höchst persönlich erwartet wurden. Auf direktem Wege ging es ins Schmeisser Hauptquartier.

Bericht von Spartanat findet ihr HIER

Ganz nach unserem Geschmack, schmückt ein schönes MG 3 den Vorraum zu den einzelnen Büro- und Besprechungsräumlichkeiten.


Bei der Führung durch das Firmengebäude, konnten wir an einigen Stationen beobachten wie gerade für Österreich bestimmte AR 15 zusammengebaut werden.

Hier sieht man bereits fertig gestellte Schmeisser AR 15 DMR in RAL8000 die für das Beschussamt vorbereitet sind.

Aufgrund der enorm hohen Zahlen an bestellten Schmeisser Produkten, hat sich das Unternehmen auch dazu entschlossen, rund 80% der verwendeten Läufe nun selbst zu ziehen. Dazu wurde ein eigene Laufziehmaschine angeschafft, um ein Stück unabhängiger von Zulieferfirmen zu werden.

Hier trafen wir auf Österreicher – nämlich für Österreich bestimmte Verschlussköpfe, bei denen aufgrund von Vorschriften seitens des BMLVS (Bundes Ministerium für Landes Verteidigung und Sport) eine Verschlusswarze abgefräst sein muss. Diese Vorschriften bedeuten für die Produktion einen enormen Mehraufwand, was auch den Mehrpreis in Österreich wiederspiegelt.
Mehr dazu im Beitrag – Building a Schmeisser AR15 M4 Austria.

Bei der Qualitätskontrolle werden alle Verschlussköpfe einzeln nochmals kontrolliert und die Fräsung nachbrüniert.

Die Farbaufbringung der Sicherungsstellung ist reine Handarbeit.

Im Hauseigenen Schussraum, wird jede AR15 die das Haus verlässt mit den gängigsten Munitionssorten, von schwach geladen bis sehr hart geladen, auf Funktion getestet bevor Sie zum Beschussamt kommen.

In der Hausinternen Entwicklungsabteilung, wurde unter anderem der Schmeisser NoRec Kompensator entwickelt, welcher hervorragend arbeitet. Schmeisser legt hier großen Wert auf Qualität und Know How und arbeitet hier sehr stark mit diversen Einsatzeinheiten und auch Sportschützen zusammen um deren Wünsche und Anregungen bestmöglichst umsetzen zu können. So wurde auch ich bereits in der Vergangenheit in einige Entwicklungsprozesse eingebunden und konnten einige neue Ideen auf Papier bringen. Dies zeichnet einen Produzenten mehr als positiv aus, vor allem da alle Mitarbeiter von Schmeisser Bleiinfizierte Fanatiker sind, die selbst regelmäßig auf der Range stehen und entwickeltes selbst testen.

Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei Thomas Hoff, mit dem mich auch eine wahre Freundschaft verbindet, für diese einzigartige Möglichkeit bedanken, einen so tiefen Einblick in die Produktionsabläufe zu bekommen. Auch vielen Dank an alle Mitarbeiter der Fa. Schmeisser, welche stets meine vielen Fragen sehr fachmännisch und professionell beantwortet haben.

Im Bericht – Building a Schmeisser AR15 M4 Austria – bringe ich Euch die Entstehung einer Österreich Version näher und könnt noch weitere Hintergrundinfos zu M4 Austria Versionen bekommen.

Ebenso könnt ihr auf Spartanat.com einen Bericht über unseren Besuch in Krefeld nachlesen – vielen Dank an Jürgen Hatzenbichler für die zwei gemeinsamen Tage.

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